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Gebäudeneubauversicherungen im Vergleich

Der Begriff der Gebäudeneubauversicherung

Gebäudeneubauversicherung Vergleich
Gebäudeneubauversicherung Vergleich

Die Gebäudeneubauversicherung bezeichnet sämtliche Versicherungsleistungen, die den Bauherren gegen etwaige Risiken absichert, die bei einem sich im Bau befindenden Gebäude auftreten können. Die einzelnen Leistungen sind dabei die Bauherrenhaftpflicht, die Bauleistungs- und die Feuerrohbauversicherung. Bei bestimmten Projekten empfehlen sich außerdem noch weitere Versicherungen, so z.B. die Bauhelfer-Unfallversicherung oder die Haftpflichtversicherung für unbebaute Grundstücke. Sie können sowohl im Paket als auch einzeln abgeschlossen werden. Der Versicherungsschutz gilt während der gesamten Bauphase. Die Gebäudeneubauversicherung steht damit der Wohngebäudeversicherung und der Hausratversicherung gegenüber, die ab Fertigstellung des Gebäudes greifen. Die Wohngebäudeversicherung kann in bestimmten Fällen auch schon ab Baubeginn abgeschlossen werden, grundsätzlich ersetzt sie aber die Gebäudeneubauversicherung, sodass hier ein nahtloser Übergang gewährleistet werden kann. Bei der Gebäudeneubauversicherung handelt es sich nicht um eine verpflichtende Versicherung. Sie endet entweder mit der Endabnahme des fertiggestellten Gebäudes durch den Bauherren oder zwei Jahre nach Abschluss des Hausbaus. Sie ist für sämtliche Personen geeignet, die ein Bauprojekt planen und dabei sichergehen wollen, dass alle Schadensumstände ausreichend durch einer Versicherung abgedeckt sind.

Sowohl der Hausbau als das Aufkommen von Personen- und Sachschäden sind dank der Gebäudeneubauversicherung abgesichert. Auch unvorhersehbare Schäden sind integriert. Noch dazu kann man mit dieser Versicherung Pflichten einfordern, die den Bauunternehmen obliegen. Außerdem sind Sie gegen rechtliche Klagen geschützt. Sofern der Bauherr Änderungen am Bauprojekt vornehmen möchte, die den Wert der Immobilie erhöhen, muss auch die Versicherung angepasst werden. Sollte er dies versäumen, werden die Kosten unter Umständen nicht von der Versicherung übernommen.

Die einzelnen Versicherungsbestandteile im Überblick

Die Bauherrenhaftpflicht:

Die Bauherrenhaftpflicht deckt Personen- und Sachschäden ab, die von der Baustelle ausgehen. Darin ist auch der Schadensfall Dritter inbegriffen. Ebenfalls enthalten ist ein passiver Rechtsschutz, das heißt, die Versicherung prüft sämtliche Ansprüche auf einen Schaden und kann diese gegebenenfalls auch gerichtlich ablehnen lassen.

Die Bauleistungsversicherung:

Diese Versicherung schützt den Bauherren vor Schäden, die durch Ursachen wie Stürme, Frost sowie Hagel, Vandalismus und Material- oder Konstruktionsfehler entstehen. Neben Unwetterschäden greift sie also auch bei anderen unvorhersehbaren Schäden.

Der Feuerrohbauschutz:

Dieser Schutz versichert sowohl den Rohbau als auch sämtliche Baustoffe auf dem Baugrundstück bei einem Brand, Blitzschlag, einer Explosion oder dem Absturz von Luftfahrzeugen auf das Grundstück. Zudem sind auch Folgeschäden, beispielsweise durch Rauch oder Löschwasser sowie etwaige Aufräum- und Abbruchaufwendungen eingeschlossen.

Die Bauhelfer-Unfallversicherung:

Diese Versicherung versichert Baustellenhelfer wie Nachbarn, Verwandte oder Freunde. Sie müssen bei der Berufsgenossenschaft der Bauwirtschaft angemeldet werden. Kommen diese Personen zu Schaden, sind sie versichert, unabhängig davon, ob es sich um bezahlte oder freiwillige Helfer handelt.

Die Schadensverhütungsmaßnahmen:

Diese Maßnahmen bezeichnen die Schritte, die der Versicherte unternommen hat, um den Schaden entweder zu verringern oder sogar vollständig zu vermeiden. Sie lassen sich ebenfalls in den Versicherungsumfang eingliedern. Hat eine solche Integration stattgefunden, werden die Kosten dieser Bemühungen und Handlungen des Versicherungsnehmers von der Gebäudeneubauversicherung abgedeckt.

Die Haftpflichtversicherung für unbebaute Grundstücke

Auch unbebaute Grundstücke bergen ein Schadenspotenzial für Dritte. Das Aufkommen dafür obliegt ebenfalls dem Grundstückseigentümer. Aus diesem Grund besteht die sogenannte Haftpflichtversicherung für unbebaute Grundstücke. Sie versichert den Eigentümer in gewissen Schadensfällen, so z.B., wenn er seiner Streupflicht im Winter nicht nachkommt oder ein Baum ein neben dem Grundstück geparktes Fahrzeug beschädigt. Diese Versicherung ist äußerst ratsam, wenn noch kein konkreter Termin für den Baubeginn festgesetzt wurde.

Die Kosten der Gebäudeneubauversicherung

Die Kosten der Gebäudeneubauversicherung hängen von mehreren Faktoren ab. Hauptsächlich entscheiden die enthaltenen Leistungen über die Höhe der Prämie, das heißt die Kosten, die für den Bau der Immobilie erhoben werden, in Kombination mit den Eigenleistungen des jeweiligen Bauherren. Daneben bestehen allerdings noch weitere Faktoren. Insbesondere der Standort des Bauprojekts ist entscheidend. So erfordern Bauprojekte in Risikozonen, z.B. in hochwassergefährdeten Gebieten oder Flugschneisen, grundsätzlich eine höhere Versicherung als jene in sicheren Gebieten. Auch die Qualität der Infrastruktur bzw. die Begehrtheit des Bauortes spielen eine Rolle.
Darüber hinaus fallen die folgenden Faktoren ins Gewicht:

  • die Bauart: bestimmte Bauarten, wie beispielsweise Fachwerkhäuser, sind anfälliger für Einstürze und Brände als andere, so z.B. im Vergleich zur Massivbauweise. Dieses Risikopotenzial wirkt sich auch auf die Höhe der Prämie aus
  • die Bedachung: Gewisse Bedachungsarten, unter anderem Reetdächer, weisen ein hohes Gefahrenpotenzial auf. Reetdächer sind äußerst brennbar und können im Brandfall ein Niederbrennen des gesamten Hauses zur Folge haben
  • die Art der Nutzung: Je nachdem, ob das Gebäude vermietet werden soll oder vom Eigentümer selbst bezogen wird, fällt auch die entsprechende Prämie unterschiedlich aus
  • die Wohnfläche: Abhängig von der genauen Größe der Wohnfläche muss auch die Höhe der Prämie berechnet werden
  • die Höhe der Neubausumme: Auch der eigentliche Wert des Neubaus hat tiefgreifende Auswirkungen darauf, wie die Prämie ausfällt
  • die Ausstattung: Zusätzliche Anbauten wie ein Wintergarten verfügen über ein eigenes Gefahrenpotenzial und beeinflussen außerdem die Versicherungssumme

Nebenkosten oder Außenanlage werden bei der Berechnung allerdings nicht berücksichtigt.

Fazit

Gebaeudeneubauversicherung-Vergleich
Gebaeudeneubauversicherung-Vergleich / Fazit

Die Gebäudeneubauversicherung ist zwar keine verpflichtende Versicherung, für den Hausbau aber dennoch unverzichtbar. Zu hoch sind die Schadensrisiken, die durch verschiedenste, teils kaum vorhersehbare Ursachen eintreten können, zumal der Bauherr für sämtliche Vorkommnisse und Tätigkeiten auf der Baustelle verantwortlich ist. Die Versicherung bietet dabei umfassenden Schutz und kann sogar anhand ihrer einzelnen Bestandteile individuell auf das jeweilige Bauprojekt angepasst werden. Wie auch bei allen anderen Versicherungen sollten die angebotenen Tarife für die Gebäudeneubauversicherung untereinander verglichen und abgewogen werden. Mit der richtigen Recherche lassen sich hohe Geldsummen sparen. Dazu kann ein Tarifrechner zu Rate gezogen werden. Ebenso wichtig ist weiterhin die ideal auf die Bedürfnisse des Bauprojektes angepasste Versicherung, damit tatsächlich auch alle Schadensfälle abgedeckt sind, gleichzeitig aber auch keine überflüssigen Leistungen bezahlt werden müssen. Auch sollte unbedingt auf die genaue Laufzeit der Versicherung geachtet werden. Abhängig davon, ob diese ab Baubeginn oder einem bestimmten Datum einsetzt, können weitere Kosten entstehen und gar eine Haftpflichtversicherung für unbebaute Grundstücke notwendig bzw. ratsam sein.Schließlich ist auch eine vorherige Sondierung des genauen Standorts des Bauprojekts vonnöten. Befindet sich dieses in einem Risikogebiet, steigt die fällige Prämie.